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•NEUES THEMA16.09.2009, 00:42 Uhr
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• Zur Lage der Flüchtlinge und Flüchtlingskämpfe in Thüringen
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Einige Zitaten:
Asylheim in Gerstungen
"Einer der aserischen Flüchtlinge erzählte uns, dass er sein Kind gerne besuchen wolle, dass ihm aber dies von der Ausländerbehörde aufgrund der Residenzpflicht verweigert wird. Als einer der zwei Sozialarbeiterinnen vom Heim aus die Ausländerbehörde anrief, um das Problem zu schildern, sagte die Ausländerbehörde des Landkreises Wartburg: „Ist mir doch piepsegal, ob er ein Kind hat, er soll doch abgeschoben werden.“ Zwei weitere junge aserische Männer erzählen uns, dass sie bei Rewe in Obersuhl einkaufen waren. Dort wurden sie vor dem Supermarkt von Polizeibeamten kontrolliert. Jedem droht jetzt eine Strafe von 40 Euro."
"Die Residenzpflicht ist eines der Hauptprobleme in Gerstungen. Da es direkt an der Grenze zu Hessen liegt, haben die Flüchtlinge des Isolationsheims in Untersuhl, Gerstungen nach Norden, Westen und Süden einen Bewegungsradius von 1000 Metern."
Asylheim in Gangloffsömmern
"Im Dorf gibt es aber keine Einkaufsmöglichkeit. Der nächste Supermarkt ist in Straußfurt. Die Tickets dorthin kosten zwei Euro, d.h. für jeden Einkauf muss 4 Euro extra berücksichtigt werden. Es klingt vielleicht für manche Menschen auf den ersten Blick nicht viel, aber bei einer monatlichen zur Verfügung stehenden Summe von 130 oder 140 Euro hat jedes Euro einen anderen Wert. In Gangloffsömmern sind die Zimmer im Heim für drei bis vier Flüchtlinge. Die Flüchtlinge können nicht viel auf einmal einkaufen, weil sie im einzigen Kühlschrank im Raum sonst kein Platz haben."
Asylheime in Greiz
"In dem schmuddeligen Hinterhof sitzt in einer offenen halbverfallenen Garage ein Mann, dem seine elende Lage deutlich anzusehen ist. Er ist Afrikaner und muss schon viele Jahre in Thüringen leben. Gefragt, von wo er komme, wo er geboren sei, sagt er: „München“. Die anderen Flüchtlinge erzählen uns, dass er durch die Jahre in den Lagern verrückt geworden ist. Er bekommt nichts von der Behörde, weil er gar nichts mehr machen kann."
"Alle Flüchtlinge im Lager sind traumatisiert durch die Abschiebungen. Die Polizei kommt immer nachts um 4°° Uhr, um Menschen abzuholen und hinterlässt eine Atmosphäre des Schreckens. Ein Mann erzählt eine seiner Erfahrungen - Am 9. Juni 2009 stürmten sechs Polizisten um drei Uhr morgens das Zimmer eines kurdischen Ehepaares aus dem Irak. Der Mann und seine Frau sollten nach Griechenland angeschoben werden. Die Polizeikräfte drückten die beide brutal mit den Knien auf den Boden, sie legten den beiden mit Gewalt Handschellen an und führten sie dann in Pyjamas ab. Das Ehepaar wehrte sich lautstark und schreiend gegen seine Abschiebung. BewohnerInnen des Lagers waren Zeugen des nächtlichen Überfalls und informierten am nächsten Tag den Anwalt der beiden. Das Ehepaar wurde zwar zum Flughafen gebracht, wo sie weiterhin gegen ihre Abschiebung protestierten, aber sie wurden nicht abgeschoben. Die Gründe dafür wurden ihnen nicht mitgeteilt, sondern sie wurden getrennt voneinander in Haft genommen, wo sie verhört wurden. Nach einer Woche im Gefängnis wurden die beiden wieder zurück in das Lager nach Greiz gebracht. Vor allem die Frau leidet nach diesem Überfall an Angstzuständen und befürchtet eine Wiederholung dieses traumatischen Erlebnisses."
Link ...jetzt anmelden! (Die Presse zur Konferenz "Vereinigt gegen koloniales Unrecht in Deutschland")
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"Einer der aserischen Flüchtlinge erzählte uns, dass er sein Kind gerne besuchen wolle, dass ihm aber dies von der Ausländerbehörde aufgrund der Residenzpflicht verweigert wird. Als einer der zwei Sozialarbeiterinnen vom Heim aus die Ausländerbehörde anrief, um das Problem zu schildern, sagte die Ausländerbehörde des Landkreises Wartburg: „Ist mir doch piepsegal, ob er ein Kind hat, er soll doch abgeschoben werden.“ Zwei weitere junge aserische Männer erzählen uns, dass sie bei Rewe in Obersuhl einkaufen waren. Dort wurden sie vor dem Supermarkt von Polizeibeamten kontrolliert. Jedem droht jetzt eine Strafe von 40 Euro."
"Die Residenzpflicht ist eines der Hauptprobleme in Gerstungen. Da es direkt an der Grenze zu Hessen liegt, haben die Flüchtlinge des Isolationsheims in Untersuhl, Gerstungen nach Norden, Westen und Süden einen Bewegungsradius von 1000 Metern."
Asylheim in Gangloffsömmern
"Im Dorf gibt es aber keine Einkaufsmöglichkeit. Der nächste Supermarkt ist in Straußfurt. Die Tickets dorthin kosten zwei Euro, d.h. für jeden Einkauf muss 4 Euro extra berücksichtigt werden. Es klingt vielleicht für manche Menschen auf den ersten Blick nicht viel, aber bei einer monatlichen zur Verfügung stehenden Summe von 130 oder 140 Euro hat jedes Euro einen anderen Wert. In Gangloffsömmern sind die Zimmer im Heim für drei bis vier Flüchtlinge. Die Flüchtlinge können nicht viel auf einmal einkaufen, weil sie im einzigen Kühlschrank im Raum sonst kein Platz haben."
Asylheime in Greiz
"In dem schmuddeligen Hinterhof sitzt in einer offenen halbverfallenen Garage ein Mann, dem seine elende Lage deutlich anzusehen ist. Er ist Afrikaner und muss schon viele Jahre in Thüringen leben. Gefragt, von wo er komme, wo er geboren sei, sagt er: „München“. Die anderen Flüchtlinge erzählen uns, dass er durch die Jahre in den Lagern verrückt geworden ist. Er bekommt nichts von der Behörde, weil er gar nichts mehr machen kann."
"Alle Flüchtlinge im Lager sind traumatisiert durch die Abschiebungen. Die Polizei kommt immer nachts um 4°° Uhr, um Menschen abzuholen und hinterlässt eine Atmosphäre des Schreckens. Ein Mann erzählt eine seiner Erfahrungen - Am 9. Juni 2009 stürmten sechs Polizisten um drei Uhr morgens das Zimmer eines kurdischen Ehepaares aus dem Irak. Der Mann und seine Frau sollten nach Griechenland angeschoben werden. Die Polizeikräfte drückten die beide brutal mit den Knien auf den Boden, sie legten den beiden mit Gewalt Handschellen an und führten sie dann in Pyjamas ab. Das Ehepaar wehrte sich lautstark und schreiend gegen seine Abschiebung. BewohnerInnen des Lagers waren Zeugen des nächtlichen Überfalls und informierten am nächsten Tag den Anwalt der beiden. Das Ehepaar wurde zwar zum Flughafen gebracht, wo sie weiterhin gegen ihre Abschiebung protestierten, aber sie wurden nicht abgeschoben. Die Gründe dafür wurden ihnen nicht mitgeteilt, sondern sie wurden getrennt voneinander in Haft genommen, wo sie verhört wurden. Nach einer Woche im Gefängnis wurden die beiden wieder zurück in das Lager nach Greiz gebracht. Vor allem die Frau leidet nach diesem Überfall an Angstzuständen und befürchtet eine Wiederholung dieses traumatischen Erlebnisses."
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